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Begriffsdefinitionen 

(wie sie in den Seiten zu verstehen sind)

Affekt                    

Ist nicht zielgerichtet, Gefühlslage, überschäumende Gefühle, starke emotionale Erregung. Nicht kontrollierbar auf den Moment, außerhalb sich selbst - obwohl wahrnehmend. In der Psychologie werden Affekte auch als Stimmungslage, Gefühle bezeichnet.

Aggression

Aggression  aus dem lat. oggredi = angreifen, bezeichnet Verhaltensweisen, die mit der Absicht ausgeführt werden, ein Individuudim direkt oder in direkt zu schädigen (Geen 1990). Es gibt andere Definitionen, die auf die Kennzeichnung der "Absicht" oder "Intention" als Definitionsbestandteil verzichten, während bei Geen (1990) als expliziter Definitionsbestandteil die Erwartung des Aggressors miteinbezogen wird, dass die schädigenden Reize auch ihre intendierten Effekte haben. Die Aggression tritt als Reaktion auf eine wirklich oder auch nur scheinbar drohende Minderung der eigenen Macht in Erscheinung. Sie richtet sich primär gegen andere Personen und oder Gegenstände, kann sich aber nach Ansicht mancher Aggressionsforscher auch sekundär gegen die eigene Person zurückwenden, wenn sie durch äußere Widerstände gehemmt wird, bzw. auf Grund der Forderung der Gesellschaft und zum Zwecke der sozialen Anpassung verdrängt wird (Selbsthass, Selbstschädigung, Selbstmord, Masochismus). Die Aggression kann von den primitivsten Reaktionen (beißen, schlagen, treten usw.) bis zu den sublimsten Reaktionen (entwerten, abwerten, herabsetzen usw. ) in Erscheinung treten. Im Zusammenhang mit sexuellen Beziehungen kann Aggression als Lust an der Grausamkeit und als Lust an der Zufügung von Schmerz auftreten (Sadismus). Berkowitz empfiehlt, zwischen impulsiver (spontaner) Aggression, die als konditionierte Rückempfindung (Response) von Schlüsselreizen ausgelöst wird, und instrumenteller Aggression, die anderen Zielen dient (Machtgewinn, Besitz, Verteidigung des Territoriums, der Jungen usw.), zu unterscheiden.

Über den Ursprung der Aggression stehen sich drei Auffassungen gegenüber

Die psychologische Annahme besagt, dass die vielen verschiedenen Verhaltensweisen, die als Aggression oder Ableitungen der A. definiert werden, aus einer gemeinsamen «primären» stammen und die Nichtbefriedigung eines Triebes Aggression zur Folge hat. Eine Annäherung zwischen (2) und (3) vollzieht Berkowitz, der die Möglichkeit der angeborenen "Passung" zwischen Schlüsselreizen und impulsiven Aggressionsakten einräumt.

Er modifiziert die Frustrations-Aggressions-Hypothese aber wesentlich und betont, dass die meisten Aggressionen gelernt (konditioniert) sind. Die Mehrzahl der empirischen Forschung belegt die Annahme, dass Aggression, bzw. aggressives Verhalten, wie anderes auch im Beobachtungs- und Verstärkungs-Lernen erworben wird, ohne gänzlich auszuschließen, dass es angeborene Verbindungen zwischen aversiven  Reizen (widrige Reize) und bestimmten Verhaltensmustern geben könnte.

Aggression erzeugt in der Regel eher neue Aggression, statt einer kathartischen (reinigenden) Befriedigung.

Ein tiefer Zusammenhang besteht zwischen bestimmten Persönlichkeitsstörungen und Aggression, gerade im Zusammenhang zur Borderline-Störung in der die Betroffenen ihre Aggression keineswegs als solche sehen oder wahrnehmen.

Aggressionstrieb

bezeichnete einen 1908 von Adler eingeführten Begriff der den als Ursache der Aggression angenommenen antrieb bezeichnet. Ab 1920 greift Freud diesen Begriff auf und fasst darunter die Todestriebe, soweit sie nach aussen gewendet sind zusammen. (siehe Borderline-Störung)

Alkohol   

Altruismus

Uneigennützige, selbstlose, dem Egoismus (nicht zu verwechseln mit Egozentrik) entgegengesetzte Lebensweise. In der Liebe absolute Abtretung aller eigenen Bedürfnisse an den anderen. 

Ambivalenz  

Aus dem lateinischen Ambi = Gegensatz und Valenz = Wertigkeit. Zwei widersprüchliche Aussagen mit der gleichen Wertigkeit.  (Ich liebe dich / ich hasse dich), oder das Wort sagt ich liebe dich, die Körpersprache zeigt Ablehnung, heute bleib -- morgen geh. Teilt sich erst einmal auf. in das "ambivalente Verhalten" , dei "ambivalente Affektivität" und den "Ambivalenzkonflikt". Nun zum einzelnen. 

Angst                   

Zunächst ist Angst erst einmal ein natürlicher Schutzmechanismus jedes Lebewesens. Dennoch ist es beim Menschen ein Zustand resultierend aus einem Gemisch von Gefühlen die nicht mehr einzuordnen sind. Das Wissen um die Unwissenheit und deren Folgen. Ein nicht berechnen (da der Mensch linear denkt) können der Situation und den daraus resultierenden Verhaltensweisen z.B. einer anderen Person. Psychische  Orientierungslosigkeit. Angst kann sich nur bis zu einem gewissen Punkt steigern danach kippt die Angst wieder. Der Körper kann diesen Zustand nicht permanent (kontinuierlich) aufrechterhalten. (nicht gemeint sind Angststörungen) Angst ist ein Zustand den Sie nur auflösen können  indem Sie sich der Situation (der Angst) stellen. Laufen Sie weg breitet sich Angst räumlich und zeitlich proportional aus. 80% aller Ängste werden nicht eintreten. Es sei denn Sie machen eine selbstverwirklichende Prophezeiung daraus.

Assoziation

Aus dem lat. sozius = Verbündeter bezeichnet es eine Verknüpfung seelischer Inhalte, die sich darin zeigt, dass das Auftreten des einen das Bewusstseinwerden des anderen (mit ihm assoziiertem) nach sich zieht oder zumindest begünstigt. Es bezeichnet somit auch das Verbinden von Vorgängen bzw. Inhalten. ( z. Bsp. Vorstellung mit Gefühlen)

Bedürfnisse            

psychischer oder physischer Mangelzustand den der Mensch zu beseitigen / beheben zu versucht

Behaviorismus

Von 1913 bis etwa 1970 eine der Hauptrichtungen in der Psychologie. Der Behaviorismus vertrat die Meinung, die Psychologie dürfe sich nur mit dem von außen beobachtbaren Verhalten von Mensch (und Tier) beschäftigen. Der Behaviorismus untersucht, wie äußere Reize (Stimuli) ein bestimmtes (äußerlich beobachtbares) Verhalten (Responses) hervorrufen. Der Behaviorismus untersucht nichts "im Menschen" (für ihn ist das Innerliche des Mensch eine "black Box". Es gibt hier keine "Innen-Welt". Die Behavioristen lehnen es ab, das Verhalten des Menschen aus Gedanken, Gefühlen, Absichten oder anderen geistigen Prozessen zu erklären. Der Mensch ist hier eine biologische Maschine, ein reiner Reiz-Reaktions-Mechanismus.

Depression                   

Drogen 

Emotionen             

Befindlichkeiten, Ich-Zustände, die das Erleben und Verhalten betreffend als Erregung, Spannung, oder Beruhigung wahrgenommen  werden. Sind untrennbar mit körperlichen Veränderungen verbunden. (Atmung, Zittern, Schweißausbrüche, erhöhter Hautwiderstand, Margen-Darmtätigkeit, etc)

Empfindung             

einfache psychische Vorgänge die durch Umweltveränderungen (Reize) hervorgerufen werden.  Die Stärke der Empfindung richtet sich nach Stärke des Reizes.

Emphatie

Abgeleitet von Pathos (griechisch: das Leid) Mitleiden, Mitfühlen. Es bedeutet allerdings mehr die Bereitschaft die Dinge mit den Augen des anderen zu betrachten. Sich in "ihn" hineinfühlen zu können. 

Emphatie ist erlernbar. Grundlage dieser Erlernbarkeit ist die Mutter in den ersten 4-5 Lebensjahren. Untersuchungen zeigten, dass bereits 2 - jährige pro soziales Verhalten zeigen, wenn die Mütter feinfühlig mit den Kindern umgehen. Je besser  Mütter die Fähigkeit besitzen emotionale Signale des Kindes zu erkennen und darauf unterstützend einzuwirken, je feinfühliger die Mütter sind, desto mehr ist das Kind in der Lage gegenüber anderen Mitgefühl und Emphatie zu entwickeln.

Gefühl                 

Bewertung einer Situation (die Verrechnung aller unbewussten Informationen und die daraus resultierende Bewertung im (Unbewussten) welches rational erklärt (bewusst erklärt) wird).                

Impuls                      

Immer zielgerichtet (gegen Objekt = Person), entstehend aus Gedanken, Situationen. Unterliegt normalerweise der wissentlichen Beeinflussung des  Neocortex kann durch diesen gesteuert werden ( Menschen kontrollieren normalerweise ihre Impulse, bei einem Borderliner oder ADS- Störung liegt eine Impulskontrollstörung vor), sie müssen dem Impuls nachgeben da ansonsten eine unerträgliche innerliche Spannung entsteht, der wiederum nachgegeben werden muß.

Intimität

Intimität ist die Fähigkeit zu einer festen Bindung an eine andere Person und zwar sexuell, emotional und moralisch. Die Betonung liegt hier auf Fähigkeit und fest. Intimität braucht wiederum vier Voraussetzungen. Erstens setzt sie Offenheit, zweitens Mut, drittens moralische Stärke und viertens die Fähigkeit bei den eigenen Vorlieben Kompromisse eingehen zu können, voraus.  

Irrtum                   

Die unbewusste falsche Darstellung einer Tatsache durch falsche oder andere Realitätswahrnehmung. Bedingt den bewussten  Glauben an Gesagtes.    

Krank                    

nach medizinischer Definition "wer sich schädigt, geschädigt wurde oder andere schädigt"    

Kognition

Sammelname für alle Vorgänge die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen, wie Wahrnehmung, Erinnerungen (Wiedererkennen), Vorstellungen, Begriffe, Gedanke, Vermutung, Erwartung, Plan und Problemlösen. Die Ungenauigkeit des Begriffes erlaubt es den Begriff Kognition als hypothetisches Konstrukt zu betrachten.

kognitiv

Wissen, Erkenntnis, erkenntnismässig, bezeichnet alle psychischen Vorgänge, die etwas mit Erkennen und Wissen zu tun haben. Gegenbegriff zur Emotion. Hier runter fallen auch Teile der exekutiven Funktionen des Menschen.

Komorbidität

Von Komorbidität spricht man wenn Symptome von mindestens zwei verschiedenen Störungsbildern (Syndrom) gemeinsam auftauchen. Die Syndrome können völlig unabhängig voneinander auftreten, dann spricht man allerdings von "Koinzidenz".  Von Komorbidität spricht man dann wenn es Annahmen darüber gibt, warum diese Störungen / Störungsbilder gemeinsam auftreten. Das heißt, sind sie z. Bsp. miteinander verkettet, haben sie gemeinsame Ursachen, sind sie Folge von...

Konditionierung

Eine geprägte Bezeichnung für das Ausbilden von bedingten Reflexen durch lernen. (nach der Methode von Pawlow)          

Liebe                      

Positiv bewertetes Gefühl, welches keine Veränderung der Situation wünscht. 

Manche würden sagen: es ist das im Bauch, die Flugzeuge im Bauch. Das "sich nach dem anderen" verzehren,  Vertrautheit, Extase, Leidenschaft, dem anderen helfen, zu hören, sich fallen lassen. "Ihn" verstehen auch ohne Worte, die Symbiose, aber auch die Distanz? 

Nun was ist Liebe?   (kurze Geschichte)

Unterscheiden wir  zwischen Verliebtheit und Liebe. Verliebtheit hat nichts mit  Liebe zu tun, leider und ist nichts weiter wie ein biochemischer Vorgang im  Gehirnstoffwechsel. Nämlich die Überproduktion von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Natürlich gehört die Verliebtheit dazu um eine Liebe zu entwickeln. Diese Verliebtheit kann aber auf  mehreren Stufen sein. Freundschaft, etc. auch einen Freund kann ich lieben-- eben auf diese Weise.   Die Liebe unterteilt sich in zwei Bereiche, besser zwei Ansichten, nämlich Agape und Eros, und ist gleichzeitig ein Paradoxum. Zwei Menschen möchten "eins" werden, sind doch eigenständige Wesen  und wollen es ja auch bleiben. Echte Liebe ist Ausdruck innerer Produktivität und Fürsorge, welches Achtung und Verantwortungsgefühl impliziert. Sie ist also kein Impuls oder Affekt. Warum flaut aber die Liebe ab? Warum suchen wir in einem anderen Menschen die neue Liebe die ja dann angeblich viel besser ist? Zu dieser Illusion trägt die sexuelle Begierde bei, denn diese strebt nach Vereinigung und ist keineswegs nur ein körperliches Verlangen und sie ist keineswegs die Lösung einer quälenden inneren Spannung. Es ist also so das die sexuelle Begierde sich leicht mit allen starken Emotionen vermischt und es sich gegenseitig stimuliert. Das sexuelle Begehren wird also zum Irrtum in dem wir glauben wir liebten wenn wir uns körperlich begehren. Die sexuelle Anziehung erzeugt also im Augenblick die Illusion der Einheit oder die Symbiose nach dem der, Mensch, gerade der  Borderliner, sucht. Wie viel Egoismus beinhaltet aber nun die erotische Liebe? Liebe heißt also doch erst einmal geben und dieses geben ist nicht an Bedingungen geknüpft. So wie es viele von Ihnen aus einer Borderlinebeziehung kennen. Aber darf sie ins altruistische gehen? So wie die Mutterliebe die ja bekanntlich die höchste Form der Liebe ist.

Nach Freud würde die volle und ungehemmte Befriedigung aller triebhaften Wünsche seelisches Glück und Gesundheit nach sich ziehen. Das dem nicht so ist sehen wir an vielen Beispielen. Das stärkste Streben des Menschen liegt in der Vereinigung, bzw. Wiedervereinigung. In der Aufhebung des Gespaltenseins, ganzheitlich zu werden. Dieser Ursprung liegt in der Biologie. Die schwangere Mutter mit dem Fötus.

Abstrahieren wir doch mal folgenden Fall: Kind wird geboren. danach ab in einen sterilen Raum. Ein Roboter füttert es, aber nicht dann wenn es das Kind will sondern wenn die Software es sagt. Keine menschliche Zuwendung, keine Wärme, keinen Kontakt zu einem Lebewesen. Was glauben sie würde passieren? Das Kind würde sterben.

Immer wieder, auch in der Fachliteratur wird im Zusammenhang mit dem Borderlinesyndrom der Narzissmus  (2.Seite) erwähnt. Fakt ist das es in jedem Menschen einen Narzissmus gibt, doch wenn er die Grenze der Pathologie überschreitet ist die Liebe nicht mehr möglich. 

Der Narzissmus ist die erste Stufe der menschlichen Entwicklung, doch leider fallen viele Menschen auf diese Stufe später zurück und werden somit unfähig zu lieben.

Unterteilen wir die Liebe in zwei Bereiche. Agape- die leidenschaftslose Liebe und Eros die leidenschaftliche Liebe. Beide existieren und für beide gibt es genug Verfechter. Eros beinhaltet immer einen Leidensdruck, denn Leidenschaft bedingt eben auch das Gegenteil.  Agape ist ohne Neid, ohne Besitzanspruch und dringt auf Förderung des anderen. Eros beinhaltet immer starke Emotionen, Wellen die nicht vom Neokortex gesteuert werden, sondern vom limbischen System. 

Es gibt aber noch die neurotische Liebe und die Pseudoliebe. 

Die Pseudoliebe (Borderline) ist wenn jemand kein ausgeprägtes ICH hat, also nur Ich-Fragmente, neigt er dazu den "geliebten" zu vergöttern, ihn zu idealisieren. Das Problem hierbei ist das sich derjenige im "geliebten" verliert anstatt sich im anderen zu finden. Da in der Regel der "Gott, der geliebte" nicht auf  Dauer den Erwartungen entsprechen kann kommt es zu Enttäuschungen, die sich auch zunehmend häufen. Doch diese "abgöttische" Liebe wird als die wahre große Liebe bezeichnet. Da die Seele arbeitet und sie nicht mehr in der Lage ist diesen Widerspruch zu verarbeiten schreitet man zum neuen "Gott". In Wirklichkeit der Hunger und die Verzweiflung des " Enttäuschten" .

Bei der neurotischen Liebe werden Projektionsmechanismen verwendet, um den eigenen Problemen aus dem Weg zu gehen. Es wird sich konzentriert auf die Fehler und Schwächen der "geliebten" Person und man entwickelt ein sehr feines Gespür für diese. Man ist also immer darauf bedacht der "geliebten" Person Vorwürfe zu machen.  

Hass                        

ist nicht das Gegenteil von Liebe, sondern das Gleiche Gefühl, nur mit dem negativen Vorzeichen besetzt, welches eine Änderung  der bestehenden emotionalen Situation wünscht. Dadurch emotionale Treibfeder (z.B. für Rache). Hass ist immer enttäuschte Liebe, wobei Liebe hier einen großen Bereich abdeckt.

Das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit  

Ausführliche Darstellung  zum Thema Liebe und Hass

Lüge                  

die bewußte falsche Darstellung einer Tatsache mit dem Ziel einen Vorteil zu erlangen oder etwas zu verheimlichen

Masochismus

Begriff gebildet nach einem Roman des östereichischen Schriftstellers "Sacher-Masoch". Bezeichnet diejenige Perversion, bei der das Erleben des Orgasmus mit dem Erleiden von Demütigungen, Schmerz oder Qual einhergeht. Nach Freud erklärt sich der Masochismus aus dem Auftreten sadistischer Impulse des Über-ICH gegen das ICH (Strafbedürfnis) bei der Verwirklichung sexueller Tendenzen. Diese Konstellation stellt dabei eine Wiederholung des Ödipus- bzw. Elektrakomplexes dar.

Paradoxum der Kommunikation                                                  

Ist eine folgerichtig, aus der Sicht des anderen, hergeleitetet Schlußfolgerung, die jedoch vom Empfänger als Widerspruch erlebt wird. In einer "normalen" Beziehung wird ein Paradoxum in der Kommunikation aufgelöst. Kompliziert wird es wenn der Empfänger, in dem Fall Sie, sich nicht erlauben kann oder darf auf das Paradoxum nicht zu reagieren oder den Widerspruch aufzuzeigen. (Borderline-Beziehung) 

Psychose              

Störung des Denkens und Fühlens. Es wird in 3 unterschiedliche Formenkreise unterteilt. 

a) Affektstörung, b) Schizophrenie, c) paranoide Zustände

           

Symphatikus        

Bündel von Nervenfasern, Teil des vegetativen (autonomen) Nervensystems welches die inneren Organe des Menschen versorgt und anregenden, erregenden Einfluss hat.       

 

Parasympatikus   

Bündel von Nervenfasern, Teil des vegetativen (autonomen) Nervensystems welches die inneren Organe des Menschen versorgt und beruhigenden, Einfluss hat.      

Projektion

Trieb / Antrieb

Trigger

Trigger heißt Auslöser. Eine Situation, ein Bild, eine Musik, die nichtverarbeitete Zustände aus dem Unterbewussten in das Bewusstsein rücken lassen, dadurch an eine vergangene Situation (Gefühl /Emotion) bewusst erinnert und einen Gefühlszustand zur Folge haben.

Verdrängung          

höher entwickelter Schutzmechanismus (Abwehrmechanismus des ICH) der Psyche.  Beinhaltet das teilweise zulassen und verarbeiten des Geschehenen / Erlebten  = Repression. Zu unterscheiden von der Unterdrückung (Suppression) (wenn Sie bewusst versuchen ein Erlebnis aus Ihren Gedanken zu verbannen handelt es sich um Unterdrückung (Suppression)

Verschiebung   

Die Verlagerung der Quelle der Befriedigung von dem ursprünglichen Objekt auf ein weniger gefährlicheres, angstauslösendes Objekt. Die beinhaltende Aggression z.B. wird nicht auf das ursprüngliche Objekt sondern auf ein schwächeres übertragen.  Beispiel: Mutter schimpft immer mit Kind weil es sich schmutzig macht im Sandkasten. Kind Schimpft mit Puppe " du sollst dich doch nicht immer schmutzig machen". Später kann dies auch den Partner in veränderter Form treffen. 

Wut                       

Ein Gefühl welches verbunden ist mit Hilflosigkeit,  Machtlosigkeit, Kontrollverlust der Situation

Medikamente        

Können nicht heilen, können jedoch eine unterstützende Wirkung auf den Heilungsprozess und eine stabilisierende Wirkung erfüllen. 

Der Missbrauch der Medikamente liegt wesentlich höher als der Alkoholmissbrauch. Das Abhängigkeitspotenzial ist weitaus schlimmer als beim  Alkohol.  Hier einige Medikamente die oft missbräuchlich verwendet werden und in die Sucht / Abhängigkeit führen können.

Für Medikamente gilt für den Zeitraum bis zur Abhängigkeit folgende Werte. Von Barbituraten und barbituratähnlichen Mitteln (in der Regel Schlafmittel) werden 15% der Menschen psychisch abhängig die es fast regelmäßig nehmen. Die körperliche Abhängigkeit dagegen tritt schon nach ca. 3 Wochen ein. Bei den meisten Beruhigungsmitteln (Tranquilizer) dauert es ca. 6-10 Wochen. ( wobei diese das Hirn, nach längerem Gebrauch, zu Matsch machen) (man kann auch sagen Sie verblöden langsam). Viele Schmerzmittel werden aus Mischpräparaten hergestellt und können somit genauso, oder stärker, in die Abhängigkeit führen. Für Medikamente gilt die Besonderheit der Halbwertszeit, siehe M. Die Halbwertszeit ist diejenige in der der Wirkstoff im Körper bleibt. Anders wie bei Alkohol wird es nicht mit x/prom/mg abgebaut. Ein angeblich mildes Mittel ist z.B. Valium. Viele Kliniken setzen es mittlerweile für den körperlichen Entzug bei Alkohol ein. Die Halbwertszeit von Valium beträgt sage und schreibe 32 Stunden. Prazepam zum Beispiel 67 Stunden. Benzodiazepine verlängern sich in der Halbwertszeit mit zunehmendem Alter. Können Sie sich selbst vorstellen wie es abläuft wenn einer was trinkt und dann solch ein Zeug nimmt, oder umgekehrt? Nichts getrunken Schmerzmittel rein, nach 12 Stunden in den Biergarten oder eine Flasche Prosecco. Hier bilden sich unweigerlich Kreuztoleranzen heraus. 

Schlafmittel:    

Radedorm, Noctamid, Dalmadorm, Mogadan, Betadorm, Halcion, Staurodorm, Luminal, Vesperax, Medinox, Sekundal, Zopiclon, etc.

Beruhigungsmittel: / in der Regel auch Schlafanstoßend   

Alle benzodiazepinhaltigen Medikamente, wie Tavor, Valium, Distraneurin, Lexotanil, Tranxilium, Praxiten, Diazepam, Adumbran,  Librium, Tafil, Normoc, Musaril, Oxazepam, Atarax, Meprobamat, Insidon, Buspiron, Rohypnol.

Schmerzmittel: 

Optalidon, Valoron, Dolantin, Rosimon, Dolviran, Remedacen, Gelonida, Melabon, Teupel N, Thomapyrin, Spalt N, Quadronal, Voltaren, Fortreal, Temgesic, Vivimed, Silentan, Spasmo-Cibalgin, Tramal, etc.

Weck & Aufputschmittel:    

Captagon, Hallo-Wach, AN1, Reactivan, Ritalin (alle Medikamente aus der Gruppe der Methylphenidate, anders, gegenteilig wirkend bei ADS und ADHS), Pervitin, Katovit, Percoffedrinol, Tradon, Senior 20, Contac H, etc.

 

Übersicht der Psychopharmaka und deren Wirkung :

Neuroleptika: 

Neuroleptika unterscheiden sich zwischen hochpotenten und niederpotenten Neuroleptikas.

dämpfend / hemmend bis beruhigend

Anwendung:

antipsychotische Wirkung, Behandlung von Psychosen, Verminderung starker Angstzustände, Wahnideen,  Halluzinationen

 

Haloperidol, Thiorodazin, Melleril, Reserpin, Omcoa, Megaphen, Seroquel 

Tranquilizer:

beruhigend bis schlafanstossend

Anwendung: hauptsächlich Belastungssituationen, neurotischen Störungen, starken emotionalen Spannungen

 

Diazepam, Tavor, Librium, Miltaun, Meprobamat
Hypnotika: schlafanstossend bis einschläfernd, narkotisch wirkend  

Anwendung: genaue Abgrenzung zu Sedativa und Tranquilizer ist nicht möglich, schlaferzwingend

 

Valium, Doriden, Revonal, Mogadon, Zopiclon
Analeptika: krampflösend / kreiskaufanregend bis leistungssteigernd Anwendung: Anregung Kreislauf, Überdosierung bei Vergiftung von Narkotika / Hypnotika Koffein, Effortil, Cardiazol
Stimulantien: leistungs- bis antriebssteigernd, schlafaufschiebend Anwendung: bei akuter Leistungssteigerung, oder Vigilanzaufgaben Pervitin, Benzendrin, Tradon, Methylphenidat, Preludin, Captagon
Thymoanaleptika: antriebssteigernd bis anregend / erregend Anwendung: Therapie von Depressionen (auch deshalb Antidepressiva genannt), stimmungshebend, antriebssteigernd, angstlösend Seroxat, Paroxat, Tofranil, Nortrilen, Surmontril, Niamid, Imipramin,Cipralex, Trevilor
Psychotomimetika: Sie bilden eine Sonderstellung unter den Psychopharmaka. Hierunter fallen Drogen wie  Anwendung: keine medizinische Anwendung (mehr) Mescalin, LSD, Psylobicin, auch Ecstasy

Stärker antriebsteigernd und schwächer stimmungshemmend sind MAO-Hemmer. (Monoaminooxidasehemmer)

© "Team der Borderlinezone" 2002-2007

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