Die Depression

 

 

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In den unten beschriebenen typischen leichten , mittelstarken oder schweren und depressiven Episoden, leidet die betreffende Person gewöhnlich unter gedrückter Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und einer Verminderung des Antriebs. Die Verminderung der Energie führt zu erhöhter Ermüdbarkeit und Aktivitätseinschränkung. Deutliche Müdigkeit tritt oft nach nur kleinen Anstrengungen auf.

Die gedrückte Stimmung ändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert meist nicht auf die jeweiligen Lebensumstände, kann aber charakteristische Tagesschwankungen aufweisen. Wie bei den manischen Episoden zeigt das klinische Bild beträchtliche individuelle Varianten; ein untypisches Erscheinungsbild ist besonders in der Jugend häufig. In einigen Fällen stehen zeitweilig Angst, Gequältsein und motorische Unruhe mehr im Vordergrund als die Depression. Die Stimmungsänderung kann durch zusätzliche Symptome wie Reizbarkeit, exzessiven Alkoholgenuß, histrionisches Verhalten, Verstärkung früher vorhandener phobischer oder zwanghafter Symptome oder durch hypochondrische Grübeleien verdeckt sein. Für die Diagnose depressiver Episoden aller drei Schweregrade wird gewöhnlich eine Dauer von mindestens 2 Wochen verlangt; kürzere Zeiträume können berücksichtigt werden, wenn die Symptome ungewöhnlich schwer oder schnell aufgetreten sind.

Einige der oben genannten Symptome können auffällig sein und ein charakteristisches Bild mit spezieller klinischer Bedeutung ergeben.

Typische Merkmale des somatischen Syndroms sind:

Das somatische Syndrom ist nur dann zu diagnostizieren, wenn wenigstens 4 der genannten Symptome eindeutig feststellbar sind.

Die Schweregradeinteilung soll eine große Zahl der klinischen Bilder abdecken, die in den verschiedenen psychiatrischen Arbeitsbereichen vorkommen. Patienten mit leichten depressiven Episoden sind in der Primärversorgung und in der allgemeinen medizinischen Versorgung häufig. In der stationären Psychiatrie hat man es hauptsächlich mit Patienten mit schweren depressiven Episoden zu tun.

Autoaggressive Handlungen bei affektiven Störungen, meist Vergiftung mit verschriebenen Medikamenten, sind unter Verwendung einer zusätzlichen Kodierung des ICD-10 (X60-X84) zu verschlüsseln. Diese Kodierungen erlauben keine Unterscheidung zwischen einem Suizidversuch und einer "pariasuizidalen Handlung", beide werden unter dem allgemeinen Begriff Selbstbeschädigung zusammengefaßt. Die Differenzierung zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer depressiver Episode beruht auf einer komplexen klinischen Beurteilung, die Anzahl, Art und Schwere der vorliegenden Symptome berücksichtigt.

Das Ausmaß noch möglicher sozialer und beruflicher Aktivitäten im Alltag ist bei der Beurteilung des Schweregrades einer Episode oft hilfreich. Allerdings beeinflussen häufig individuelle, soziale und kulturelle Einflüsse die Beziehung zwischen dem Schweregrad der Symptome und der sozialen Integration, so dass es unklug wäre, die soziale Integration zu einem unentbehrlichen Kriterium für den Schweregrad zu machen.

Eine Demenz (F00-F03) oder eine Intelligenzminderung (F70-F79) schließen die Diagnose einer behandelbaren depressiven Episode nicht aus. Aber wegen der Kommunikationsprobleme ist es dabei mehr als sonst erforderlich, die objektiv zu beobachtenden somatischen Symptome wie psychomotorische Hemmung, Appetit und Gewichtsverlust und Schlafstörungen, zur Diagnose heranzuziehen.

Dazugehörige Begriffe:

Die depressive Episode sollte mindestens zwei Wochen dauern. In der Anamnese keine manischen oder hypomanischen Symptome, die schwer genug waren, die Kriterien für eine manische oder hupomanische Episode (F30) erfüllen. Häufigstes Ausschlußkriterium: Die Episode ist nicht auf einen Mißbrauch psychotroper Substanzen (F10-F19) oder auf eine organische psychische Störung im Sinne (F00-F09) zurückzuführen.

Jeder von uns erlebt irgendwann einmal eine Zeit der Traurigkeit. Die Stimmung jedes Menschen schwankt. Wäre es nicht so, wäre das Leben eintönig. Gute und schlechte, fröhliche und traurige Tage gehören sozusagen zu einem erfüllten Leben. Stunden oder Tage des Niedergeschlagenheit oder der Mutlosigkeit kennt jeder. Normalerweise wird man damit fertig und kommt ohne therapeutische Hilfe darüber hinweg. Wenn aber die Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit unerträglich stark ist oder längere Zeit andauert, sollte man etwas dagegen unternehmen und fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. 

Beschwerden sind wie oben beschrieben. Bezeichnend ist die gähnende innere Leere, Mutlosigkeit, fehlender Antrieb (bei schwerer Ausprägung liegt er nur noch im Bett, unfähig, etwas aus eigenem Antrieb zu tun. Dies kann sich auch auf das Sprechen ausdehnen. Der Antrieb kann aber auch gesteigert sein in Form innerer Unruhe. Gefühle der Sinnlosigkeit. Einfach ein Gefühl nicht fühlen zu können. Viele können nicht einmal weinen. Auch die Selbstvorwürfe des Betreffenden sind massiv und an starke Schuldgefühle gekoppelt. "ich habe alles (im Leben) falsch gemacht" Die Selbstvorwürfe und Schuldgefühle können sich soweit steigern das der Betreffende zum Suizid greift.

Die Ursachen der Depression ist bis heute nicht gefunden. Wahrscheinlich weil es sie auch gibt. Viele Faktoren müssen zusammenkommen. Die Psychiatrie spricht von exogenen (von außen) und von endogenen (von innen) Depressionen. Man geht davon aus, es ist nicht bewiesen, das Menschen deren Eltern an Depressionen litten bis zu 24 mal häufiger daran erkranken. Der genetische Faktor ist wie gesagt nicht erwiesen, er kann auch über das Verhalten des Kindes "erlernt" sein. 

Für die Diagnose sind viele Dinge zu berücksichtigen. So zum Beispiel:

 

Angehörige: Tun Sie das nie!

Die Depression ist eine Krankheit, die Seele und der Körper befinden sich in einem Ausnahmezustand,  und hat nichts mit Willen zu tun. Aussagen der Angehörigen oder Bekannten wie " jetzt reiß dich zusammen" helfen nicht sondern können im Gegenteil seine Schuldgefühle und Wertlosigkeit steigern. Somit natürlich seine Suizidgedanken.  Dringend abzuraten ist von größeren Aktivitäten wie zum Beispiel Reisen. Sinnvoll sind, wenn der Antrieb ausreicht, kleinere Unternehmungen wie ein kurzer Spaziergang. Jede auch noch so kleine Maßnahme, die dem Kranken zeigt, dass er noch funktioniert, ist wertvoll. Jede Überforderung wird sein Unfähigkeitsgefühl bestärken.

Sagen Sie einem Bulemiker oder Anorektiker das er dick geworden ist. Was glauben Sie passiert? Genauso sieht es hier aus. Nur das das im Tod enden kann. 

 

Aber was ist nun die Depression eigentlich? Bisher haben wir nur die Zustände aufgezeigt.

Sie ist ein Zustand Ihrer Seele und daraus folgend Ihres Körpers. Ob sie nun endogen oder exogen ist sei mal vollkommen egal. Jedenfalls gab es einen Auslöser der Sie in diesen Zustand vielen lies. Egal ob die Ursache lange oder länger her ist (reaktive Depression) oder zum Beispiel durch eine Trennung vom Partner, jetzt, kam.  Sie fallen ja nicht in eine Depression von heute auf morgen, sondern es dauert ca. 2 Wochen. Fakt ist das Ihr gesamter Hirnstoffwechsel, Ihre Psyche auf Sparflamme geht. Die Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, damit Sie fühlen, empfinden können, werden nicht mehr ausreichend produziert. Genauso das Noradrenalin und das Cortisol damit Sie einen Antrieb haben.

Wird dieser Zustand nicht behandelt rutschen Sie immer tiefer in die Depression. Scheuen Sie sich nicht ärztliche Hilfe aufzusuchen. Ihr Hirnstoffwechsel kann sich einregulieren und therapeutische Maßnahmen liefen auch eine Unterstützung.

Im Falle der Depression greifen Sie nicht zu

psychotropen Substanzen. Sie setzen in erhöhtem Maße Serotonin, Dopamin und Noradrenalin frei und verschaffen Ihnen ein Art Glücksgefühl, leider nur für den Moment. Wie ein Katalysator. Nach dem Abbau der Substanz im Körper fallen Sie wieder, da Serotonin, Dopamin und Noradrenalin nicht mehr ausreichend produziert werden. Bei längerem Gebrauch verlernt Ihr Gehirn diese Substanzen selbständig herzustellen und Sie fallen in die "Sucht" diesen Gefühlszustand wieder herstellen zu wollen.

Antidepressiva wirken nach 2 Wochen. Sie brauchen keine Angst haben, sie machen nicht abhängig. Dies kommt aus der mißverständlichen Annahme weil sie unter die Rubrik der Psychopharmaka fallen. (Barbiturate oder Benzodiazepine machen abhängig)

Wenn Sie sich den Beipackzettel durchlesen verzweifeln Sie nicht. Das alles muß aus forensischen Gründen darin stehen.

Nebenwirkungen sind natürlich zu beachten, es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkungen. Für Antidepressiva gelten in den ersten 2 Wochen  im allgemeinen Mundtrockenheit, möglicherweise Tremor (zittern der Arme und Hände), Schlaflosigkeit, schwitzen, Libidoverlust (den haben Sie eh momentan).

Für Anorektiker und Bulemiker wichtig : möglicherweise Gewichtszunahme.

Diese Nebenwirkungen verschwinden nach 2 Wochen und es ist wichtig die Dosis langsam, in Absprache des Arztes, zu erhöhen.

Eine Ausnahme bildet hier die manisch depressive Störung da sie nur in der Regel über die Einnahme von Lithium zu steuern ist. Lithium pegelt hier das Auf (Manie) und Ab (Depression) ein, bringt also den biochemischen überschießenden bzw. niedrigen Vorgang ins Gleichgewicht. Auch hier besteht keine Suchtgefahr, nur muß der Blutplasmaspiegel kontinuierlich kontrolliert werden.

 

Was können Sie selber tun?

© "Team der Borderlinezone" 2002- 2007

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