Fallbeispiel M. 

(ein prädestiniertes Beispiel)

 

spezifische Persönlichkeitsstörung ] Was ist Narzissmus ] Kömplementärstörungen ] Prägung v. Denken, Fühlen, Handeln ] psychodynamiches Modell gesund ] med.-Leitlinien-Perönlichkeitsstörung ]

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M. ist weiblich, 38 Jahre, schön?, intelligent? und sehr erfolgreich in ihrem Beruf. Sie hat studiert und in dieser Zeit vieles erlebt. Sie ist 1,78 und wiegt 56-58 Kg, also sehr schlank. Wahnsinns lange Beine, lange blonde Haare und grüne Augen. Also eine Frau auf die so mancher Mann mit wehenden Fahnen fliegt.

Nichts aussergewöhnliches im Prinzip. Schauen wir uns M. stückchenweiße ein wenig näher an.  Sie hat ein wunderbares Lachen, ist oft überschwänglich glücklich und kann aprupt in tiefste Traurigkeit verfallen. Schaut man in ihr Gesicht sieht es jünger als 38 aus und dennoch erkennt man Verlebtheit. Ihre Augen können wie Sterne leuchten und innerhalb kürzester Zeit tiefe Leere, Wut oder Hass zeigen, wie auch die gesamte Mimik. Sie ist anders als andere, impulsiv, macht verrückte Sachen, die nicht unbedingt in die Norm passen. 

Sie tanzt sehr gerne, wobei es für sie nicht nur Tanz ist. Die Augen geschlossen übergibt sie sich einer anderen Welt. Ihr Körper bewegt sich im Rhythmus der Musik, welches nicht in Worte zu fassen ist.

Die Augen geschlossen und ein Lächeln im Gesicht, als ob sie Zugang zu ihrem tiefsten Inneren findet.

 

Beobachtete man sie oberflächlich so sah man nur eine Frau die sehr gut tanzen konnte. Schaute man genauer hin sah man welche tiefsten inneren Gefühle dieser Mensch zum Ausdruck brachte. Als ob sie eins wurde mit sich selbst, mit dem Kind in ihr, welches sie hasste, mit der Mutter die sie so liebte und doch hasste. Im Tanz schien sie alle Schmerzen zu vergessen, sich aufzulösen. 

Sie kann wie ein kleines Kind sein und dann doch wieder Frau. Zärtlich, einfühlsam, verständnisvoll, voller Hingabe und im anderen Moment kalt, brutal, abweisend.

Bis hierhin ist M. nicht unbedingt außergewöhnlich, oder?

Sie hat einen Teddy der fast so alt ist wie sie. Ihr Freund und Vertrauter. Er kannte ihre Wünsche, Sorgen, Nöte, Ängste. Mit ihm konnte sie reden wurde verstanden, nicht zurückgewiesen. Bei ihm durfte sie weinen. Er war immer da und begleitete sie über die Jahre. Ging es M. schlecht und man bettete sie, legte den Teddy in ihre Arme und setzte sich neben sie, streichelte ihr über das Haar, strahlte sie das aus was jede Mutter oder Vater von Ihnen kennt. Als Kind war ihr liebstes Märchen, wie von vielen nicht geliebten Mädchen, der Froschkönig. 

Oft hatte man das Gefühl sie, die Prinzessin, lebte nur für den Moment der Erlösung durch den Prinzen.    

© "Team der Borderlinezone"2002-2007

    (Haftungsausschluß: Die Personen und die Handlung sind frei erfunden und sämtliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig.)

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