liniken zur Behandlung und Therapie von Borderline-Störung, Narzissmus, Depression, Ess-Störung, ADHS, posttraumatisches Belastungssyndrom

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Medizinisch-Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt

 

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Behandlungskonzept :

Persönlichkeitsstörungen sind kombinierte Interaktions- und Selbstregulationsstörungen, die spätestens im Jugendalter/Pubertät beginnen. Die auftretenden Verhaltensweisen stellen zumindest zu diesem Zeitpunkt eine Art Schutz- oder Überlebensstrategie dar und sollen sich wiederholende schmerzhafte Enttäuschungs- und Überforderungserlebnisse verhindern. Als solche "eigentlich richtigen" Verhaltensweisen wurden sie in den Jahren zuvor als Lern- und Anpassungsprozeß an schwierige und nicht selten traumatische Lebensbedingungen erworben. Das für eine Therapie entscheidende Problem sind aber die so nicht gelernten, mangelnden Bewältigungsmöglichkeiten für viele Alltagssituationen und dem daraus resultierenden Streß.

Im Rahmen üblicher und spezifischer verhaltensmedizinischer Behandlungsverfahren werden Verbesserungen angestrebt der situativen Achtsamkeit, der Streßtoleranz, der Gefühlsregulation, der Beziehungssteuerungsfähigkeit, der sozialen und assertiven Kompetenz, der Problemlösefertigkeiten, der Angstbewältigung, der Regulierung des Eßverhaltens, dem Aufbau positiver Aktivitäten und der Korrektur wenig realitätsgerechter Grundüberzeugungen .

 

Zielprobleme der Behandlung :

 

Therapiestrategien :

Im Zentrum unseres kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungskonzept stehen Fertigkeiten-, Verhalensaufbau- und Problemlösetraining, Expositionsübungen und spezifische kognitive Verfahren. Unsere Methoden basieren auf der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) nach Linehan, den interaktionellen Strategien nach Grawe und den kognitiven Methoden nach Beck. Medikamentöse Therapien sind oft hilfreiche und deshalb notwendige Ergänzungen. Individuelle Therapiepläne und längerfristig gedachte Therapie- und Zielvereinbarungen, auch mit Verträgen und klar abgesprochenen Konsequenzen sorgen für einen festen Therapierahmen. Die Therapeuten akzeptieren jeden Patienten in seinen "Selbstschutz"-strategien, stellen eine sehr hohe Transparenz des therapeutischen Vorgehens bzgl. aller Veränderungsschritte sicher und sind hinterfragbar. Sehr bewährt hat sich der offene Umgang mit und die ausführliche Erarbeitung der Diagnose "Persönlichkeitsstörung" und eines individuellen Störungsverständnisses - eingebettet in das durch die homogene Belegung stark akzeptierende Stationsklima erleben die meisten Patienten diesen gegenseitigen Prozeß klärend, er-leichternd und motivierend.

Therapieangebote :

Einzeltherapie, Co-Therapie, Interaktionelle Gruppenverhaltenstherapie und Fertigkeitentraining, Streßtoleranzgruppe, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Sporttherapie, Entspannungstherapie, Expositionsübungen, Soziotherapie, Verhaltenserprobung im häuslichen Umfeld, Angehörigenarbeit

 

Rahmenbedingungen und Station

Der Schwerpunktbereich PS besteht seit 1.5.2004 nun aus 3 Stationen mit insgesamt 74 Betten, davon 48 Einzelzimmer. Alle Betten sind mit Menschen dieser Diagnosegruppe belegt, was einerseits ein sehr spezifisches und konzentriertes Arbeiten an den zentralen Problemen (vgl.o.) erlaubt, andererseits auf den Stationen ein sehr solidarisches Klima schafft. Zum Behandlungsteam für eine Station gehören 2-3 psychologische Psychotherapeutinnen, 1-2 Ärztinnen, 1-2 Cotherapeutinnen, 1 Bewegungstherapeutin, 1 Kunsttherapeutin und der Oberarzt. Therapiezeit ist von 8.30 bis 17.00 Uhr, psychiatrische Pflege erfolgt im Regelfall nicht. Die Betreuung außerhalb der Therapiezeit findet - außerhalb der Station - in der medizinischen Zentrale durch ärztlichen, psychologischen und pflegerischen Bereitschaftsdienst statt. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 12 Wochen bei einem Minimum von 6 Wochen und immer mit der Möglichkeit einer Wiederaufnahme, da das Konzept fraktioniert gedacht ist.

Voraussetzungen :

Vor der Aufnahme erfolgt ein Vorgespräch mit dem oberärztlichen Teamleiter. Dieses wird vereinbart nach Einreichen der Anmeldeunterlagen (v.a. persönlicher und ärztlicher Bericht) - diese werden auf Anruf hin zugeschickt : Rezeption 04192/504-0. Kostenübernahmemöglichkeit für die stationäre Behandlung besteht für alle Versicherungsträger, zumeist erfolgt eine Krankenhauseinweisung nach §39. Da es sich um sehr spezifisches Behandlungsangebot handelt, ist auch eine überregionale Aufnahme möglich.

Klinik:   Medizinisch-Psychosomatische Klinik Bad Bramstedt           Birkenweg 10, 24576 Bad Bramstedt

www.schoen-kliniken.de

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Telefon:    04192/504-500

Telefax :    04192/504-550

Ansprechpartner: Dr. med. Michael Armbrust                                   marmbrust@schoen-kliniken.de

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