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Klinik Hohe Mark

Die Behandlung von Borderlinestörungen in der Psychotherapeutischen Abteilung der Klinik Hohe Mark

Leitung: Dr. med. Martin Grabe

Die Abteilung umfasst insgesamt 72 Therapieplätze. Behandelt werden u. a. Depressionen, Borderlinestörungen, Essstörungen (auf einer eigenen Station), Angst- und Zwangserkrankungen, schwere Partnerkonflikte, narzisstische Störungen sowie posttraumatische Belastungsstörungen.

Schwerpunktmäßig arbeiten wir mit tiefenpsychologisch fundierter Einzel- und Gruppentherapie. Verhaltenstherapeutische Ansätze werden integriert, wo dies die Effektivität der Behandlung steigert. Verschiedene ärztlich/psychologisch geleitete Gruppentherapieformen wie Maltherapie und erlebnisorientierte interaktionelle Gruppen sowie verschiedene Spezialtherapien wie Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Arbeitstherapie und verschiedene Körpertherapieansätze kommen je nach Indikation ergänzend hinzu. Auf diese Weise wirken Anstöße und Anregungen aus vielen Richtungen zusammen, was zu einer Verbesserung der Selbstwahrnehmung dient und Probehandeln auf verschiedenen Ebenen ermöglicht.

Wichtig ist uns ein Zusammenleben unserer Patientinnen und Patienten in übersichtlichen Beziehungsräumen mit konstanten Ansprechpartnern. Das wird durch unsere Stationsaufteilung mit maximal 18 Behandlungsplätzen erreicht, wo unsere Patienten ihre Gruppentherapien gemeinsam haben, gemeinsam essen und dieselben Tagesräume teilen.

In der Behandlung von Borderlinestörungen haben wir langjährige Erfahrung. Es hat sich in unserer Abteilung als hilfreich erwiesen, Betroffene in die bestehenden Gruppen zu integrieren (und nicht eine spezielle "Borderline-Ecke" zu schaffen). Gerade im Zusammenleben zeigen sich sehr schnell die spezifischen Beziehungsprobleme. Wir versuchen es Betroffenen dann zu ermöglichen, diese im Zusammenhang der Gruppe zu bearbeiten. Vertrauenspersonen sorgen dabei für den nötigen Halt und helfen absolute Sichtweisen, die das Fühlen und Handeln bestimmen, schrittweise zu überwinden. Ziel ist, beide Seiten, in die bei einer Spaltung die Welt zerfällt, wie Gut/Böse, Anwesend/Abwesend, miteinander in Kontakt zu bringen, um eine Integration und eine Konstanz in Beziehung zu ermöglichen.

Oft ist die Therapie von heftigen Gefühlsschwankungen und -impulsen der Betroffenen gekennzeichnet, evtl. auch Selbstverletzungstendenzen. Hier arbeiten wir mit Therapieverträgen, die individuell mit unseren Patientinnen und Patienten ausgehandelt und besprochen werden, um schützende Grenzen zu setzen. Wo Essstörungen im Vordergrund stehen, erfolgt eine Aufnahme auf unsere Essstörungsstation.

Die Behandlungsdauer beträgt ca. 8 Wochen, kann aber, wenn notwendig, auch verlängert werden. Da wir im Krankhausbedarfsplan stehen, kann jeder Arzt zu uns einweisen. Wir brauchen zunächst einen Kurzarztbrief mit Diagnose und Kurzbeschreibung der vorliegenden Problematik, der an unser Aufnahmebüro geschickt wird. Wir wenden uns dann an Sie, teilen Ihnen mit, wann ein Therapieplatz frei wird, oder laden Sie ggfs. auch zu einem Vorgespräch ein.

Weitere Informationen zur Klinik und zur Psychotherapeutischen Abteilung können Sie in unserem Aufnahmesekretariat anfordern oder im Internet aufsuchen unter www.hohemark.de.

                  Klinik Hohe Mark     Friedländerstraße 2          61440 Oberursel

Tel. 06171 - 204 - 0  Fax 06171 - 204 - 3024

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