Missbrauch

 

 

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Bei Missbrauch denken wir in erster Linie an den sexuellen Missbrauch.

Doch Missbrauch von Menschen findet oft in verschiedenen Formen statt. So ist zu unterscheiden zwischen dem emotionalen- (seelischem), dem sexuellen-, und dem rein körperlichem Missbrauch.

Missbrauch definiert sich zunächst erst einmal über das Ausnutzen einer besonderen Beziehung bei dem für den Täter zum Nachteil des Opfers ein Vorteil ( sexuell, materiell, Macht, etc.) entsteht. 

Missbrauch wird immer in der von einer Person ausgeführt die dem Opfer überlegen ist. Der Täter nutz sehr oft das Vertrauen, die Unwissenheit oder die Abhängigkeit und Angst um den Missbrauch zu vollziehen.

Am stärksten sind natürlich Kinder gefährdet da sie noch nicht die Persönlichkeitsstärke besitzen sich zu wehren, egal in welcher Form. 

Der seelische Mißbrauch beinhaltet sehr viel und fängt in der Regel schon im Kleinstkindalter also nach der Geburt an. Er fängt damit an das das Kind "ungewollt" ist oder als störend empfunden wird. Zum seelischen Mißbrauch zählen z.B. das Alleine lassen, Liebesentzug, Gleichgültigkeit, nicht auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, Abwertendes Verhalten gegenüber dem Kind, Erniedrigung, das Einsperren (Stubenarrest), die Verspottung des anderen, das Lächerlichmachen des anderen vor anderen Personen, das Selbstwertgefühl des anderen zerstören (narzisstische Beziehungen), erzwungenes Essverhalten.

Menschen die ab dem Kleinstkindalter dem seelischem Missbrauch unterlagen z.B. die Borderline-Störung, schleppen diese Strukturen (ich bin schuldig, ich habe es nicht anders verdient) oft ihr leben lang, zumindest bis in ein relativ hohes Alter (nur durch Therapie zu lösen), mit sich herum. Hier liegt die Ursache begründet warum Borderlineperönlichkeiten sich später immer wieder in zerstörerische Beziehungen, oder Beziehungen in denen sie seelisch missbraucht werden, begeben. 

Der sexuelle Missbrauch beinhaltet auch sehr viele Ebenen. Fakt ist das ein sexueller Missbrauch, gerade im Kindesalter, ein Trauma auslöst.

Zu ihm gehören unter anderem Zungenküsse, Berührungen der Genitalbereiche,  Einführung von Gegenständen, oraler, vaginaler, analer Geschlechtsverkehr, Penismissbrauch (z.B. oft beginnt die Vorhaut des Jungen angewachsen (ca. 3. Lebensjahr) hier muss die Mutter über gezielte ärztliche Anweisungen die Vorhaut des Gliedes vor dem anwachsen hindern), Zwang zur Teilnahme an Pornographie, Verleitung zu sexuellen Handlungen, ritueller Missbrauch, Vergewaltigung. 

Auf die Frage warum gerade Borderlineperönlichkeiten immer wieder Vergewaltigungen oder zumindest im erhöhten Maße, Vergewaltigungen zum Opfer fallen gehe ich später ein.

Der körperlicher Missbrauch beinhaltet z.B. das Schlagen mit Gegenständen, Prügeln, Fußtritte, Schütteln, Fausthiebe, Ohrfeigen, körperliche Kraftanwendung gegenüber dem Kind oder einer anderen unterlegenen Person, Festhalten, Fesseln, Würgen, Verbrühungen, anderer körperliche Verletzungen jeglicher Art, Entzug der Grundbedürfnisse wie Schlaf, Nahrungsaufnahme. 

Seelischer (emotionaler), sexueller oder körperlicher Missbrauch kann zu einer Vielzahl verschiedener kurz- und langfristiger Folgeschäden führen. 

Betrachten wir uns einmal die Langzeitfolgen von Missbrauch. Sie gehen von psychosomatische Beschwerden wie z.B. (Schlafstörungen, Albträume, Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen, Unterleibs- Periodenprobleme, Hauterkrankungen (Neurodermitis), Allergien, gestörtes Körpergefühl, Angst- Panikattacken, sexuelle Dysfunktionen), über Persönlichkeitsstörungen, selbstschädigende oder selbstverletzende Handlungsweisen, suizidales Verhalten, Borderline-Störung, Ausbildung von Neurosen, späteren Bindungs- und Beziehungsproblemen,, Süchte jeglicher Form, Dissoziationsverhalten, sadomasochistisches Verhalten, sadistisches- masochistisches Verhalten, Depressionen, postraumatisches Belastungssyndrom, Persönlichkeitsveränderungen, Ausbildung der Anorexie oder Bulimie, bis hin zum Zwangsverhalten.

 

© "Team der Borderlinezone" 2002.-2007

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